Für Geschwindigkeitsüberschreitungen werden jeden Tag Autofahrer belangt. Besonders häufig geblitzt wird an Schulen, in und um Baustellen herum oder an Orten, an denen es oft zu Unfällen kommt. Sie wurden geblitzt und Einspruch ist Ihnen in den Sinn gekommen? Ob es sich lohnt, gegen den Bußgeldbescheid Einspruch einzulegen, hängt einerseits von der Höhe des Betrags und andererseits von der Schwere des Geschwindigkeitsverstoßes ab.

Bußgeld hängt von der Geschwindigkeitsüberschreitung ab

Wie hoch das Bußgeld ausfällt, wenn Sie geblitzt wurden, kommt darauf an, inwieweit Sie die maximale Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten haben: Bei weniger als 5 km/h zu schnell, reagiert der Blitzer in der Regel nicht. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu 20 km/h erhalten Sie noch keinen Bußgeldbescheid, sondern lediglich ein Verwarngeld. Werden Sie innerhalb geschlossener Ortschaft geblitzt, müssen Sie beispielsweise 35€ zahlen. Einen Bußgeldbescheid bekommen Sie, wenn das Verwarngeld nicht fristgerecht bezahlt wurde. Ab einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h gibt es sofort einen Bußgeldbescheid und darüber hinaus einen Punkt in Flensburg. Ihnen wird ein zusätzliches Fahrverbot auferlegt, wenn Sie innerorts mehr als 30 km/h und außerorts mehr als 40 km/h zu schnell fahren.

Geblitzt? Einspruch: Geschwindigkeitsüberschreitung ab 21 km/h

Haben Sie die Geschwindigkeitsgrenze mit mehr als 21 km/h überschritten und wurden dabei geblitzt, lohnt es sich tatsächlich, Einspruch einzulegen, weil Ihr Bußgeldbescheid hoch ausfallen wird und Sie außerdem eine zusätzliche Strafe (Punkt in Flensburg oder Fahrverbot) bekommen. In diesem Fall ist es ratsam, eine Rechtsberatung zu konsultieren. Die wird prüfen, ob im Rahmen der Messung technische Fehler aufgetreten sind oder ob Ihr Bußgeldbescheid formale Fehler enthält, die angefochten werden können.

Wenn Sie geblitzt wurden und Einspruch einlegen möchten, sollten Sie zunächst warten, bis Sie den Bußgeldbescheid zugeschickt bekommen haben. Danach ist es vorteilhaft, sofort einen Anwalt aufzusuchen, weil der Einspruch innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Bescheids vorliegen muss.